Die Krankenkrassen lehnen immer häufiger Anträge für Mutter-Kind-Kuren ab. Darauf berichtet das Müttergenesungswerk. Die Ablehnungsquoten bei Kuranträgen seien „alarmierend“ hoch. 2009 seien sie bundesweit um vier auf 31 Prozent gestiegen. „Hier wird auf Kosten der der Mütter gespart, die oft nicht mehr die Kraft haben ,lange Widerspruchswege zu gehen“, kritisierte die Stiftungs-Geschäftsführerin. 2009 nahmen nur noch 43 000 Mütter und 64 000 Kinder an Vorsorge- und Reha-Maßnahmen des Müttergenesungswerkes teil - sechs Prozent weniger als 2008. Die Kassen begründeten eine Ablehnung vor allem mit dem Grundsatz, dass ambulante Maßnahmen nicht ausgeschöpft seien. Das Müttergenesungswerk empfiehlt Müttern, eine der rund 1400 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände aufzusuchen, wenn sie sich erschöpft und belastet fühlen.