Das Dopingmittel EPO wird eigentlich zu Behandlung von Blutarmut verwendet – allerdings scheint es auch Frühgeborene mit Hirnblutung vor einer Behinderung bewahren. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie, für die Kinderärzte und Psychologen aus Hannover zwischen 1993 bis 1998 rund 200 Neugeborene unter 1000 Gramm untersuchten. Zehn Jahre nach ihrer Geburt wurden die Kinder erneut untersucht. Ergebnis: Jene, die EPO bekommen hatten, waren seltener behindert und deutlich intelligenter. 62 Prozent von ihnen hatten einen normalen IQ über 85, während es in der Vergleichsgruppe nur 24 Prozent waren. Frühchenspezialist Neubauer, Chefarzt der Klinik für Neonatologie am Hildesheimer St. Bernward Krankenhaus: „Offenbar schützt EPO das Gehirn vor den Folgen der Hirnblutung, die mit Nervenzellschädigungen einhergeht.“ Zudem unterstützt es Wachstum und Regeneration von Nervenzellen.